Kosten für Polizei-Großeinsätze

Originalartikel vom 16.05.2017:

Bremen fordert eine Million Euro von der DFL

Wer trägt die Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen im Fußball? Bislang zahlen die Bundesländer - doch Bremen will das nicht länger hinnehmen und nimmt die Deutsche Fußball Liga in die Pflicht. Ein Verwaltungsgericht soll die Kostenfrage klären.

Die Hansestadt Bremen schickt der Deutschen Fußball Liga (DFL) seit April 2015 regelmäßig saftige Gebührenbescheide ins Haus. Es geht um die polizeilichen Mehrkosten für Risikospiele, etwa die Nordderby- Partien zwischen dem HSV und Werder Bremen, deren Fans sich in herzlicher Abneigung verbunden sind. Die Polizei ist bei Spielen der "Kategorie Rot" stets im Großeinsatz - für solche Spiele will Bremen die Liga zur Kasse bitten.

"Wir sehen nicht ein, dass die enormen Polizeikosten, die mit der Durchführung der Bundesliga verbunden sind, allein vom Steuerzahler getragen werden", bekräftigt Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) vor der ersten mündlichen Verhandlung am Verwaltungsgericht Bremen, die für Mittwoch angesetzt ist. Bislang geht es um sechs Spiele der Risiko-Kategorie "Rot": Allein beim Nordderby beläuft sich die Summe auf 425.000 Euro. Insgesamt liegen die Kosten laut Innensenator bei deutlich über einer Millionen Euro.

Der "Bremer Weg" sieht vor, dass die Kosten der Polizeieinsätze von der DFL getragen werden. Kritik kommt indes vom deutschen Fußball: Unter anderem Liga-Präsident Reinhard Rauball moniert den Bremer Vorstoß, Andere sprechen von einem Tabubruch. Bislang wurden sämtliche Kosten für die Sicherheit außerhalb der Stadien aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Ob im Mai schon ein Urteil fällt, ist jedoch fraglich. Die Entscheidung wäre anfechtbar. "Wir gehen davon aus, dass wir gewinnen. Wenn nicht, werden wir das durchfechten, notfalls bis zum Bundesverwaltungsgericht", sagte die Sprecherin der Bremer Innenbehörde, Rose Gerdts-Schiffler vor der erstinstanzlichen Verhandlung.

Quelle: n-tv.de , jgu/dpa

Meine Meinung: warum sollen die Steuerzahler für diese Kosten aufkommen? WARUM ? Unsere Polizisten haben bereits genug zu tun und könnten ihre Wochenenden besser verbringen! Da werden unzählige Millionen am Wochenende am und um den Rasen umgesetzt und verschwinden teilweise in dunklen Kanälen, dann muss von DEN Teilnehmern auch das Geld für das von Ihnen initiierte Rahmenprogramm vorhanden sein. Allein der Gedanke wieviele Millionen ein Spieler, der 90 Minuten in einigen Fällen absolut riskant ohne Schulabschluss oder Ausbildung  planlos über den Rasen stolpert oder wegen eines Pickels an der Wade für Monate ausfällt, für die Saison einstreicht, während ein Arzt im Krankenhaus mit unbeschreiblicher Verantwortung den Menschen gegenüber, bei seinem 24 Stunden-Dienst mit einem Bruchteil auskommen muss ... kann ich aus Überzeugung nur vorschlagen:

JEDER Polizeieinsatz dient auch dem Schutz der Spieler! Folglich sollten die Länder den einzelnen Spielern der Vereine im Rotationsverfahren eine Privatrechnung für jeweils ein Einsatzwochenende zukommen lassen. Letztlich muss sich jeder Selbständige auch aus eigener Tasche gegen Berufseventualitäten absichern. Die Vereine können sich ja beteiligen .... oder die Werbeträger, die eh Millionen verplempern.